Endlich wieder ein offizielles Rennen. Nach langer Durststrecke, und vor allem der Absage des Halbmarathon Ingolstadt, stand wieder ein Rennen über diese Distanz an. Der Halbmarathon Altötting wagte ein öffentliches Rennen, eine Woche vorm geplanten Halbmarathon Ingolstadt mit meinem großen Ziel SUB90.

Aber warum nicht 7 Tage vorher spontan dieses Ziel angehen? Ist zwar direkt in meiner Belastungswoche, aber was soll’s. Die Anmeldung Ende August war spontan, die Startnummer wurde zugesandt.

540
Startnummer 540

Sonntag morgen ging es dann direkt nach Altötting, sozusagen „Just in Time“ um am Startplatz mit Maske dem Start entgegenzufiebern.

Punkt 11 Uhr wurde das Rennen dann gestartet. Corona-bedingt mit 5s. Abstand untereinander und relativ kurz durch die Stadt direkt in den Wald. Ich bin aufgrund meines großen Ziels direkt bei den ersten 30 Läufern mit ins Rennen. Wollte unbedingt einen Pace-Maker erwischen der mich zieht. Und die ersten Kilometer liefen auch richtig gut, unter 4min/km und dann konstant mit 4:05-4:10min/km. Ich musste ja im Mittel unter 4:15min/km bleiben.

Startaufstellung auf dem Dult Platz in Altötting

Die ersten 10km sind auch richtig gut gelaufen, ich konnte kontinuierlich Zeit rauslaufen die unter der Zielvorgabe waren. Aber ich spürte dann doch die Ermüdung langsam kommen. Und tatsächlich wurden die Zeiten immer langsamer. Im Kopf rechnete ich immer Kilometer für Kilometer meinen Zeitvorsprung raus, und er schmalz dahin wie Eis unter der Sonne.

Dynamischer Start ins Rennen

Bei Kilometer 8 und 15 waren Versorgungspunkt mit Wasserpacks. Den 8er nahm ich noch laufend mit, zum 15er musste ich mich schon quälen. Und meinen Pace-Maler musste ich langsam ziehen lassen. Jetzt war es nur noch ein Rennen gegen den inneren Schweinehund und reine Kopfsache. Und genau dieser lies mich nun im Stich. Ich musste mich ja schon zu KM15 quälen. Aber jetzt wurde es richtig übel. Und ab KM17 war mir mit Blick auf meine Uhr klar, jetzt bräuchte ich ein Wunder, und das war im Kopf schon nicht mehr vorstellbar.

Noch 2km bis zum Ziel

Die Durchschnittszeiten gingen nach unten und ich machte auch 2 kurze Gehpausen. Aber aufgeben gehört auch nicht zu meinen Eigenschaften und so zog ich das Rennen durch. Meinem Sohn hatte ich zwar einen 500m Schlußsprint versprochen, den hab ich mir dann aber gespart.

Und so lief ich mit 1:32:14h ins Ziel. Meine Zielsetzung von SUB90 zwar verpasst, aber dennoch neue Bestzeit. Und im Rahmen der Vorbereitung mit Belastungswoche, sehr warmen Wetter und falschem Pacing dennoch sehr zufrieden. Im Ziel gab es anstatt einer umgehängten Medaille einen Mundschutz, der sich sofort ans Gesicht ansaugt. Aber das Erdinger Weissbier am Ziel schmeckte dennoch sehr gut. Und in Summe hab ich in der AK40 doch ganz gut abgeschnitten.

Was sagt das Ergebnis aber jetzt aus? Die Analyse meiner Renndaten gibt erste Aufschlüsse.

Generell war ich im richtigen Bereich unterwegs, eventuell hätte ich hinten raus noch ein wenig mehr Gas geben können, denn dort bin ich die letzten 5km ausschließlich im Endurance Run unterwegs gewesen.

Aber nach hochladen der Daten sprangen doch eine neue Bestzeit über 5mi, 10km und 10mi. heraus. Also in Summe bin ich sehr zufrieden und es bleiben die Ziele erhalten auf dem Weg zur Challenge Roth 2021.

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