4. Bühler Beilngries Triathlon

Recht spontan kam ich an einen Startplatz beim Bühler Beilngries Triathlon im Naturpark Altmühltal am letzten Samstag.
Eigentlich wollte ich vor Barcelona keinen Wettkampf mehr bestreitet um das Verletzungsrisiko zu minimieren und außerdem war ich mitten in einem Belastungsblock meines Trainingsprogramms.
Aber nachdem ein Kollege des TSV Neuburg Triathlon krankheitsbedingt seinen Startplatz angeboten hat, habe ich sofort zugesagt um bei diesem tollen Triathlon über eine olympische Distanz teilzunehmen.

Auf der Anfahrt

Gesagt, getan bin ich am Morgen gemütlich losgefahren nach Beilngries, recht relaxed und gut gelaunt. Ich war entspannt, da ich diesen Triathlon eigentlich nicht geplant, aber mit voller Vorfreude angehen wollte. Meine Kollegen waren schon vor Ort und hatten auch die Startunterlagen bereits geholt, Danke dafür. So konnte ich in Ruhe mein Rad direkt einchecken und die Wechselzone erkunden. Bis zum Start hatte ich ja noch 90min. Zeit.

Rad ordentlich eingecheckt

Im Startbereich habe ich dann viele Bekannte getroffen, die Triathlon Gemeinschaft ist doch ein überschaubarer Haufen, gerade bei einem Rennen in Heimatnähe. Wir sind dann auch noch zu einem obligatorischen Gruppenfoto zusammengekommen und haben noch letzte Tipps ausgetauscht. So gingen die 90min. schnell vorbei und die finale Vorbereitung für den Start begann. Parallel lief schon der erste Wettkampf von daher war im Startbereich schon viel los. 

Team TSV Neuburg

Die Schwimmstrecke war schnell erklärt, ins Wasser bei angenehmen 17-18°, nach rechts bis zur zweiten Boje und zurück. So einfach kann eine Schwimmstrecke sein. In der 3. Startgruppe ging ich um 13:10 Uhr an den Start. 1.500m im Main-Donau Kanal liefen sehr rund dieses Mal und nach exakt 29:00 Minuten war ich aus dem Wasser. Endlich mal wieder unter 2:00min/km. Geht doch. Ab in die Wechselzone und weiter aufs Rad. Hier habe ich aber mal wieder etwas Zeit verloren, aber mir ging die Ernährung vor.

29 min. nach Start endlich aus dem Wasser

Die Radstrecke war für alle Teilnehmer bei der 4. Auflage dieses Triathlons neu, denn Gerhard Budy hat noch eine schöne Steigung mit eingebaut. Und da man zwei Runden fahren musste hatte man dieses Vergnügen 2 Mal. Somit war es für mich ein zähes Rennen, da ich ja bis zum Tag vor dem Wettkampf meinen intensiven Trainingsplan durchgezogen habe. Aber keine Angst, ich war nicht alleine auf der Strecke, oder bin hinterhergefahren wie es das eine Bild suggeriert. Nach 1:14:29 habe ich auch dieses Teil erfolgreich hinter mich bringen können. In Summe eine tolle Strecke, mit vielen Zuschauern, die super angefeuert haben. Und es gab neben dem Anstieg auch tolle Abfahrten mit hohen Endgeschwindigkeiten, die ich aber aus Sicherheitsgründen nicht voll ausgereizt habe.

Zurück in der Wechselzone bin ich mit meinem Rad erstmal total falsch abgebogen und habe so ungefähr eine Minute verloren auf der Suche nach meinem Platz. Dummer Fehler, oder schlechter Orientierungssinn. Egal, geht ja trotzdem weiter. 

Chaos in der Wechselzone

Auf die Laufstrecke habe ich mich besonders gefreut, weil ich im Vorfeld viel gutes gehört habe über die begeisterten Zuschauer in Beilngries.

Laufstrecke Beilngries

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Strecke umfasste in Summe 4 Runden, und immer durch die Stadt in belebten Straßen. Vor allem kurz vor Ende der Runde bzw. Zieleinlauf hat das Team Gartenstraße  super Stimmung erzeugt und musikalisch alles gegeben. Da bin ich jede Runde besonders gerne vorbei. Tolle Atmosphäre die die Zuschauer hier erzeugen. Das Laufen selbst ging besonders gut an diesem Tag, und ich konnte einige Plätze gut machen.

Zieleinlauf nach 2:29:25

Und wie ich auf die Zielgerade eingebogen bin konnte ich eine für mich magische Grenze unterbieten. Zieleinlauf unter 2:30h. Deswegen habe ich noch einen kurzen Sprint angesetzt und bin nach 40:56 Minuten glücklich über die Ziellinie gelaufen. Gesamtzeit 2:29:25. Das ist neue Bestzeit, und das bei einer anspruchsvollen Radstrecke und intensiver Trainingswoche. Das gibt mir nochmal Auftrieb für die letzten 6 Wochen bis #Barcelona.

Im Ziel habe ich dann direkt den Gutmann Bierausschank angesteuert und mir erstmal 2-3 alkoholfreie Weizen gegönnt. Dazu gab es leckere Kaiserschmarren. Kurzer Plausch mit meinen Triathlon Kolleginnen und Kollegen und dann sofort wieder ab nach Hause.

Fazit: Der Bühler Beilngries Triathlon im Naturpark Altmühltal ist auf jeden Fall auf meiner Liste der schönsten Triathlons weit oben eingeordnet. Tolle Veranstaltung, mal wieder perfekt organisiert von Gerhard Budy mit tollen Bedingungen und super Zuschauern. So macht dieser Sport Spaß. Ich Danke auch wieder allen Helfern, die so zahlreich die Veranstaltung abgesichert haben. Ohne diese Helfer würde nichts gehen. Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin? Mal schauen was der Terminplan hergibt, aber ich werde es auf alle Fälle versuchen. Danke auch an meine Kollegen des TSV Neuburg Triathlon, gemeinsam macht so ein Rennen gleich nochmal mehr Spaß. Jetzt heisst es aber dranbleiben, noch 6 Wochen bis zum meinem Saison High-Light in Barcelona, meiner Premiere bei der Ironman Barcelona 2019 Veranstaltung, meinem ersten Rennen über die komplette IRONMAN Distanz. Es gib noch viel zu tun, aber ich bin zuversichtlich.

Grüße, euer Kai

30. Regensburger Triathlon

Zum 2. Mal nach 2018 nahm ich am Regensburger Triathlon teil. Letztes Jahr zusammen mit Lisa Oberberger und Ulli Waltinger als Team TicTacToe über die Sprintdistanz und dieses Jahr zum 30. Jubiläum der Veranstaltung über die Mitteldistanz.

Ich habe letztes Jahr die Radstrecke verflucht wegen dem ersten Anstieg mit 15% direkt nach Wechsel aufs Rad und wollte mir das nie mehr antun. Aber da dieser Wettkampf ideal in meine Vorbereitung für Barcelona gepasst hat habe ich mich erneut angemeldet. 

Der Wettkampf war erneut perfekt organisiert und das Wetter hat auch wieder mitgespielt. Beste Wassertemperaturen und tolle Außentemperaturen mit leichtem Wind und 24-25° sind für ein solches Rennen ideal.

Punkt 9:30 Uhr viel der Startschuss mit einem Wasserstart unter der Oberpfalzbrücke. Die 1.900m zogen sich sehr sehr lange, nach jeder Boje habe ich mir den Wendepunkt herbeigesehnt, aber erst unter der Stahlbrücke war dieser erreicht. Zurück dann im etwas schnelleren Modus, dennoch nicht zufrieden mit meiner Schwimmzeit von 37:26,29. Raus aus dem Wasser und durch die Wechselzone, ein Maurten Gel und zwei große Schluck Wasser, weiter geht es auf das Rad.

Mit dem Rad ging es wie befürchtet gleich wieder Bergauf, die 15% Steigung ist einfach die Hölle direkt nach dem Schwimmen. Aber mitten auf der Steigung hat glücklicherweise auf der ersten Runde Frank Horras mit seiner Truppe Stimmung gemacht. Das pusht echt, Danke. Insgesamt fiel mir das Radfahren an diesem Tag echt schwer. Die Durchschnitts-Pace von 32,45 km/h sprechen eine deutliche Sprache. Aeroposition bin ich selten gefahren, da mir der Seitenwind etwas zu schaffen machte. Immerhin habe ich genug getrunken und Gels zu mir genommen, man lernt doch aus der ersten Mitteldistanz. Mit 197 Watt im Schnitt und 770 HM kam ich nach 2 Runden und 2:24:12,21 wieder in die Wechselzone.

Jetzt ab auf die Laufstrecke in 4 Runden durch die Stadt. Nur noch ein Halbmarathon und der Wettkampf ist geschafft. Die Beine waren erstaunlich fit, ich konnte sofort meine Ziel-Pace laufen. Dennoch habe ich keine der 8 Verpflegungsstationen ausgelassen und mich sogar nach der ersten Runde an Cola getraut. Flüssigkeit ist alles in einem solchen Rennen, denn mittlerweile war volle Sonneneinstrahlung.

Irgendwie habe ich mich aber auf jede Runde gefreut, weil Frank Horras mit lauter Musik Party feierte, weil die zwei netten Mädels ein paar Meter weiter mit Vollgas angefeuert haben und so viele Menschen auf der Laufrunde standen und aufgemuntert haben. Danke Regensburg, tolle Stimmung. 


Ich wäre fast noch verunfallt auf der 2. Runde weil ein Mensch rücksichtslos mit seinen Hunden über die Laufstrecke spazierte und auch die Ordner ignorierte. Der zweite Hund blieb vor Schreck direkt vor mir stehen, ich konnte nur noch drüber springen sonst wären wir zusammengestoßen. Aus vollem Lauf einen halben Meter hochspringen ist gar nicht so einfach. Aber die Laufrunde verging wie im Fluge. Ich konnte sogar meine geplante Pace von <5:15 min/km deutlich unterbieten und bin mit einem Schnitt von 4:51 min/km und einer Gesamtzeit von 1:37:18,93 glücklich ins Ziel eingelaufen.

Damit war meine zweite Mitteldistanz auch geschafft. Erneut konnte ich unter 5h bleiben, dieses Mal sogar 11min. schneller als in Ingolstadt. Und das für mich beruhigende dabei, ich fühlte mich direkt wohl im Ziel, keine totale Erschöpfung, keine Übelkeit. Ein deutlicher Trainingsfortschritt.

Meine offizielle Gesamtzeit an diesem Tag 4:44:46,46. Ich konnte mir Platz 19 der SEN1 sichern und wurde in der Gesamtplatzierung exakt 100. von 167 Startern. Ein tolles Ergebnis für mich an einem tollen Wettbewerb mit perfekter Organisation. Danke an das Team des Regensburger Triathlon, die vielen Helfer vom Orgateam, den Hilfsorganisationen und allen die noch beteiligt waren. Macht weiter so.

Danke auch an alle Fotografen für die tollen Bilder.

Für mich bedeutet es ab jetzt noch 8 Wochen hartes Training für meinen Traum vom IRONMAN in Barcelona. Erfolgreicher Test, aber es bleibt viel zu tun, packen wir es an …