Nun war es soweit, letzter Triathlon Härtetest vor der Challenge Roth. 31.07.2021, Berlin, Treptower Park. Eine Mitteldistanz in besonderem Format, 2 Runden in der Spree um eine Insel herum, 14 Runden mit dem Rad und abschließend 4 Runden um den Park. Sehr kompakt, interessantes Format und erstes Mal ein Rennen mit meinem neuen Giant Rennrad. Das ganze sogar mit Windschattenfreigabe, völlig neu für mich aber spannende Sache.

Anreise am Vortag nach Berlin, ankommen, Startunterlagen holen und die Strecke besichtigen. Das Hotel lag auch nicht weit weg vom Startpunkt und somit ideal um entspannt in den Wettkampf einzusteigen. Die Autofahrt selbst war Dank Ferienstart auch etwas länger als geplant, aber gerade noch rechtzeitig vor Schließung der Startunterlagenstation.

Start war dann Samstag um 15 Uhr angesetzt. Ungewohnte Uhrzeit für eine Mitteldistanz und schwer einzuschätzen bezüglich Ernährung. Am Vorabend standen natürlich Pasta auf dem Programm, und in der Früh ein ausgiebiges Frühstück vom Buffett. Aber welche Zwischenmahlzeit bis 15 Uhr? Nochmal Pasta oder gezielt schon meine Gels? Ich entschied mich für zweiteres und viel trinken.

Nun kam aber langsam das Rennen näher und ich bereitete Wechselzone und Schwimmstart vor. Leider erfuhr ich nun, dass es Neoverbot geben wird, da die Wassertemperatur zu hoch wach. Diese Entscheidung sorgte dafür, dass ich mir ein Bier gönnte, sozusagen als isotonisches Getränk.

Auf dem Rad ging es dann gleich mit viel Gegenwind los. Wirklich schwierige Bedingungen und kein runder Tritt. Die Leistung war im Bereich von über 300 Watt, also viel zu hoch. ob das am Rad und der ungewohnten Haltung oder am Gegenwind lag kann ich nicht beurteilen. Aber es war sehr anstrengend. Die Durchschnittszeiten gestalteten sich sehr konstant, von der Windschattenfreigabe konnte ich nicht profitieren. 2 Teilnehmer hängten sich aber in meinen Windschatten und nutzen diesen mehrere Runden. Nicht fair, aber regulär. Die Arbeit blieb an mir hängen. Die Ernährung reduzierte sich auf 2 Flaschen mit je rund 600ml, die erste mit Ministry of Nutrition – Fast Carb, die zweite Flasche mit dem lokalen Partner Xenofit. Das war sicher zu wenig, da muss ich mehr drauf achten. Es hatte sich aber eigentlich gut angefühlt, nur die Oberschenkel waren aufgrund er anderen Haltung etwas anders belastet, das spürte ich deutlich.

In der Wechselzone lief eigentlich alles dann rund. Fahrrad abgestellt, Schuhe an und einen großen Schluck an meiner Flasche mit Fast Carb, die ich dort lagerte. Aber auch hier nahm ich kein Gel zu mir, obwohl ich es bereit gelegt hatte. Irgendwie wollte ich es nicht nehmen. Ich packte aber Gels in meinen Anzug und lief los. Es fühlte sich anfangs an wie immer nach dem Wechsel, aber die Beine wurden schnell locker und das gewohnte Laufgefühl stellte sich ein. Und nach 2km gab es natürlich gleich wieder lautstarke Anfeuerung von Frank Horras. Die erste Laufrunde ging dann auch gefühlt schnell vorbei, aber die Beine wurden schon schwer, und das Wetter besorgte den Rest, denn es war warm geworden. Ich denke man sieht an meinen Rundenzeiten recht gut die Entwicklung.

Von anfangs 19:34min. auf 25:29min. für eine Runde. Die ersten Kilometer bin ich noch wie geplant mit weniger als 4:30min./km gelaufen, später aber auf 5:15min./km bis 5:30min./km eingebrochen. Mein Herzschlag lag dabei die ganze Zeit im Bereich 145-150 BPM und eine nominale Power von rund 311 Watt lief ich im Schnitt. An den Verpflegungsstationen nahm ich abwechselnd Wasser und Xenofit auf, was ich aber auf der letzten Runde komplett vermied, da ich nichts mehr aufnehmen konnte, der Magen streikte.

So war dann die letzte Runde auch wirklich eine Qual, musste auch eine kurze Pause einlegen und etwas Flüssigkeit loswerden. Das Highlight der Runde war natürlich wieder Frank Horras, ein kurzes Abschlagen und ab auf die letzten 2,5km. Vor der letzten Kurve Richtung Zieleinlauf noch mal etwas dynamischer bewegen und lächelnd ins Ziel laufen. Dort musste ich mich dann erstmal rund 20min. sitzend auf dem Boden erholen, nichts ging mehr.

Mit einer Endzeit von 5:00:08h verpasste ich knapp die SUB5. Das ärgert mich sehr, denn es war mehr drin. Aber in Anbetracht der Rahmenbedingungen dennoch ein akzeptables Ergebnis. In meiner Altersgruppe belegte ich Platz 4, das ist ok. Top 3 wäre natürlich schöner gewesen. Insgesamt belegte ich bei den Männern Platz 45. Isoliert das Laufen betrachtet landete ich sogar auf Platz 33. Aber Dank schlechter Schwimmleistung, langsamer erster Wechsel und durchschnittlicher Radleistung wurde eben nicht mehr daraus.

Fazit: Interessantes Rennen, an der Schwimmleistung muss ich arbeiten und den Rest stabil halten und eventuell noch leicht verbessern. Gepaart mit einer funktionierenden Ernährungsstrategie sollte das Rennen in Roth gut durchlaufen.

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.