Die Wettkampfsaison startet, und erstes Event ist der Sport-IN Laufcup mit dem 21. Schanzer Seelauf am Baggersee. Die Strecke ist mir gut bekannt, denn sie geht 2x um den See und hat damit ziemlich genau 10,4km. Das Wetter allerdings April typisch mit Regen, Wind, Schnee und an manchen Stellen Matsch auf der Laufstrecke. Es ist auch gleichzeitig mein erster Start in der AK45, das fühlt sich alt an.

Beim Start stellte ich mich mal nicht in die erste Reihe sondern nahm mir vor aus dem Mittelfeld raus zu starten, auch aufgrund wenig Training in den Beine. Und vom Start weg hatte ich auch sofort ein angenehmes Tempo und konnte doch sehr schnell einige Läufer kassieren ohne den Anschluss an die Spitzentruppe zu verlieren. Die ersten 3-4km war es aber wirklich kalt und unangenehm zu laufen. Ich konnte aber ein gleichmässiges Lauftempo halten.

Für die zweite Runde hatte ich mir vorgenommen das Tempo auf alle Fälle weiter zu halten und eventuell nochmal ein wenig schneller zu laufen. Das kann ich gleich vorwegnehmen, das gelang mir nicht. Aber ich hatte vor mir 2 Läufer in guter Reichweite, die ich unbedingt noch überholen wollte. Und das gelang dann auch zur Hälfte der zweiten Runde. Jetzt noch 2,5km das Rennen durchlaufen, dann wäre das auch geschafft. Hinter mir nahm ich aber nach kurzer Zeit einen Läufer wahr, den ich hören konnte, Blick zurück beruhigen 50m dazwischen. Dennoch hatte ich das Gefühl, der will noch überholen. Also jetzt nicht nachlassen, Tempo leicht steigern und den letzte Kilometer nach der Steigung dann nochmal deutlich steigern, den lass ich nicht mehr vorbei. Dennoch alle 200m ein kurzer Kontrollblick zurück, Abstand bleibt, aber ich wurde schneller, und er hielt mit.

Die letzte Steigung, die ging noch locker hoch, aber ich spürte, wie er näher kam. Noch 500m, ich zog weiter an. Zuschauer am Rand feuerten den Läufer hinter mir an „Geb Gas, den schaffst du noch…“, ein letzter Blick zurück, und er wahr tatsächlich 3-4m hinter mir. Ich schaltete auf einen Abschlusssprint um, noch 300m, und er war neben mir. Nebeneinander beschleunigten wir beide, keiner konnte sich absetzen, keiner gab auf. Noch 100m, dann ging es in den matschigen Zieleinlauf, ich gab nochmal Vollgas, und konnte knapp vor ihm ins Ziel rutschen. Geschafft, nicht mehr überholt worden, Blick auf die Uhr, gute Zeit. Er kam direkt zu mir, ich bedankte mich für den spannenden Endspurt und er sagte mir, dass er wusste dass ich der beste Gegner der AK45 bin, den er unbedingt schaffen wollte. Wusste ich nicht, aber nun war mir klar, ich habe meine Altersklasse gewonnen. Ein tolles Gefühl, absolut fertig. Jetzt erstmal ein paar warme Tee trinken. Eine halbe Stunde später dann Siegerehrung mit einem leckeren Six-Pack der Herrnbräu Brauerei, der Tag hat sich gelohnt. Offizielle Zeit 42:31:20 min. Und ein Blick auf die Gesamtliste zeigt, wie knapp der Vorsprung am Ende war. Ein tolles Rennen, Fortsetzung folgt in 14 Tagen, auf dem Neuburger Frühlingswaldlauf. Die Saison ist gestartet, es wird hoffentlich ein gutes Jahr, der Start ist schon mal nicht schlecht.

Und ein Blick auf die AK45 nach dem Rennen. Knapper gehts nicht mehr.

Tags:

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.